Aufmaß aus der Punktwolke: Geländemodell, Volumen, Massen
Für den Tiefbau: fertige Punktwolken (LAS/LAZ) hochladen, ein digitales Geländemodell rechnen, Erdmassen ermitteln und als REB-konformes Aufmaß übernehmen – mit 3D-Ansicht im Browser und auf der Baustelle.
Die Punktwolke kommt von Ihrer Vermessung – BauOffice rechnet damit
Erdmassen sind im Tiefbau der Kern der Abrechnung, und ihre Ermittlung von Hand ist mühsam und angreifbar. Moderne Vermessung liefert stattdessen eine 3D-Punktwolke: Eine Drohnenbefliegung, ein Laserscanner oder das LiDAR eines aktuellen Smartphones erzeugen Millionen von Höhenpunkten des Geländes. BauOffice setzt genau an dieser fertigen Punktwolke an und rechnet damit weiter – ohne dass Sie ein zweites Vermessungsprogramm im Büro betreiben.
Ehrlich gesagt: Die 3D-Rekonstruktion selbst – also die Befliegung und die Photogrammetrie- oder Scanner-Software, die aus Bildern oder Laserdaten die Punktwolke macht – bleibt bewusst extern. BauOffice braucht dafür keine GPU und keine Spezial-Hardware und erfindet auch keine Objekterkennung per KI. Es verarbeitet die LAS/LAZ-Datei, die Ihre Vermessung ohnehin erstellt, und macht daraus ein prüfbares Aufmaß.
LAS/LAZ hochladen – auch vom Handy
Sie laden die Punktwolke als LAS (Version 1.2 bis 1.4) oder als komprimiertes LAZ hoch. Weil solche Dateien schnell viele Dutzend Megabyte groß werden, läuft der Upload in Teilen (Multipart) – auch direkt aus der Feld-App, wenn der Scan auf der Baustelle entstanden ist.
Ein ehrlicher Hinweis zur Genauigkeit: Georeferenzierte Lieferungen von Drohne oder Vermesser bringen ein echtes Koordinatensystem mit und erlauben damit die belastbare Differenz aus Ur- und Endgelände. Ein reiner Telefon-Scan ohne Koordinatensystem eignet sich für ein Basisebenen-Volumen, nicht aber für die georeferenzierte Ur-/End-Differenz. BauOffice geht damit transparent um, statt eine Präzision vorzuspiegeln, die die Datenlage nicht hergibt.
Digitales Geländemodell und Erdmassen
Aus der Punktwolke rechnet BauOffice ein Höhenraster – das digitale Geländemodell (DGM). Über Erfassungs-Meilensteine halten Sie das Urgelände (vor dem Erdbau) und das Endgelände (danach) fest. Die Differenz beider Modelle ergibt die bewegte Masse, wobei Auftrag und Abtrag getrennt ausgewiesen werden.
Die eigentliche Volumen- und Massenermittlung rechnet der Server autoritativ neu – die Menge entsteht also nicht irgendwo im Browser, sondern nachvollziehbar auf dem Server, mit fester Regel für das Koordinatensystem. So bekommen Sie eine Massenbilanz, die Sie gegenüber dem Auftraggeber vertreten können.
Als Aufmaß übernehmen – mit REB-Schätzmenge S
Ein ermitteltes Volumen ist erst dann nützlich, wenn es in die Abrechnung findet. Deshalb buchen Sie das Ergebnis als normales Aufmaß (Art „Volumen") in BauOffice – mit vollständiger Beweiskette zur zugrundeliegenden Berechnung. Weil eine aus einer Punktwolke ermittelte Menge nicht wie eine Formel „Länge × Breite × Höhe" nachrechenbar ist, geht sie ausdrücklich als Schätzmenge „S" nach REB in die Mengenermittlung ein und trägt eine Textzeile zu ihrer Herkunft.
Diese Ehrlichkeit ist gewollt: Sie erhalten eine schnelle, dokumentierte Massenermittlung, ohne dass ein nachrechenbarer Rechenweg vorgetäuscht wird, den es bei einer Punktwolke nicht gibt. Für Positionen, die einen klassisch nachrechenbaren Ansatz brauchen, bleibt das herkömmliche Aufmaß der richtige Weg.
3D-Ansicht im Browser und in der Feld-App
Zahlen allein überzeugen selten – ein Bild des Geländes schon. BauOffice zeigt die Punktwolke direkt im Browser in einer 3D-Ansicht, die sich drehen und zoomen lässt und in der Sie die Punktgröße anpassen. Auf der Baustelle steht dieselbe Ansicht in der Feld-App zur Verfügung, und eine DGM-Heatmap zeigt als Draufsicht, wo aufgetragen und wo abgetragen wurde.
So sehen Büro und Baustelle dasselbe Modell, auf dem die Massen beruhen. Das hilft nicht nur der internen Kontrolle, sondern auch im Gespräch mit dem Auftraggeber: Die Ermittlung ist anschaulich und nachvollziehbar, statt nur eine Zahl auf dem Aufmaßblatt zu sein.
Häufige Fragen
Macht BauOffice die Drohnenauswertung oder Vermessung selbst?
Nein. Die 3D-Rekonstruktion – Befliegung, Laserscan und die Photogrammetrie- bzw. Scanner-Software – bleibt bei Ihrer Vermessung. BauOffice verarbeitet die fertige LAS/LAZ-Punktwolke und braucht dafür keine GPU und keine Spezial-Hardware.
Welche Dateien kann ich hochladen?
LAS in den Versionen 1.2 bis 1.4 sowie komprimiertes LAZ. Der Upload läuft in Teilen und ist auch aus der Feld-App möglich, wenn der Scan auf der Baustelle entstanden ist.
Wie belastbar ist das Massen-Aufmaß?
Der Server rechnet das Geländemodell und die Volumen autoritativ neu. Punktwolken-Mengen gehen als REB-Schätzmenge „S" mit Herkunftsvermerk ein – sie sind dokumentiert, aber nicht wie eine Formel nachrechenbar. Für die Ur-/End-Differenz sind georeferenzierte Lieferungen nötig; ein reiner Telefon-Scan liefert nur ein Basisebenen-Volumen.
Kann ich das Gelände in 3D ansehen?
Ja, direkt im Browser und in der Feld-App. Zusätzlich zeigt eine DGM-Heatmap als Draufsicht, wo Auftrag und wo Abtrag stattgefunden hat.
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