KI-Assistent: Anliegen hinschreiben statt sechs Masken ausfüllen
Schreiben Sie Ihr Anliegen so hin, wie Sie es einem Kollegen sagen würden. BauOffice sucht die betroffenen Datensätze, fragt nach, wenn etwas mehrdeutig ist, und legt einen Aktionsplan vor – gespeichert wird erst, wenn Sie „Ausführen" drücken.
Ein Satz statt sechs Masken
Der übliche Weg für eine Kleinigkeit ist lang: Kunde suchen, Projekt öffnen, Aufgabe finden, Status setzen, Fotos anhängen, Zeit buchen. Im Kommandofeld auf dem Dashboard schreiben Sie stattdessen: „Kunde Mustermann, Projekt Dachsanierung, Aufgabe Fensteraufmaß ist erledigt, Fotos anbei." Der Assistent löst die genannten Datensätze über dieselbe Schnittstelle auf, die auch die Oberfläche benutzt.
Ist etwas mehrdeutig – zwei Kunden Mustermann, drei Projekte mit ähnlichem Namen –, kommt eine Rückfrage mit nummerierter Auswahl statt einer Vermutung. Erst wenn alles eindeutig ist, entsteht ein Aktionsplan: Schritt für Schritt in Klartext, mit den Klarnamen der betroffenen Datensätze. Auch Ketten sind möglich – Kunde anlegen, Projekt darunter, Aufgabe darin –, weil sich spätere Schritte auf frühere beziehen können.
Nichts wird geschrieben, bevor Sie zugestimmt haben
Das ist keine Formulierungsregel, sondern die Bauweise: Innerhalb der Denkschleife darf das Modell ausschließlich lesen. Jede schreibende Aktion wird nur gesammelt und als „geplant" vermerkt. Ausgeführt wird sie in einem zweiten Aufruf, den ein Mensch auslöst – und der kein Sprachmodell mehr anfasst. Zwischen Vorschlag und Wirkung liegt also immer ein bewusster Klick.
Fehlt für auch nur eine Aktion des Plans das nötige Recht, läuft keine einzige. Ein halb ausgeführter Plan wäre ein Datenstand, den niemand bestellt hat. Wer das Bestätigen für Routinefälle abkürzen will, kann unter Verwaltung → Betrieb einen Direktmodus einschalten – standardmäßig ist er aus, die Rückfrage bei Mehrdeutigkeit bleibt auch dann bestehen, und Aktionen mit hohem Risiko sind davon ausgenommen.
Der Assistent hat keine eigenen Rechte
Was der Assistent überhaupt tun kann, steht in einer geschlossenen Werkzeugliste. Was dort nicht steht, existiert für ihn nicht – es gibt keinen freien Datenbankzugriff und keinen Umweg. Dauerhaft draußen und durch Tests bewacht: Mandanten-, Nutzer- und Rollenverwaltung, der DSGVO-Datenexport, jedes Löschen, das Festschreiben und Stornieren von Rechnungen, Zahlungen, das Mahnwesen und der Bauschriftverkehr. Angebote und Rechnungen sind ausschließlich lesend eingebunden.
Darüber liegt Ihre normale Rechtevergabe, und zwar doppelt: Dem Modell werden von vornherein nur die Werkzeuge gezeigt, die der anfragende Mitarbeiter selbst ausführen dürfte – und bei der Ausführung wird dieselbe Berechtigung noch einmal geprüft. Auch die Mandantentrennung gilt unverändert: Jedes Werkzeug ruft den regulären Fachdienst, nicht die Datenbank. Eine Kennung aus einem fremden Betrieb führt zu „nicht gefunden", nicht zu einem Datenleck. Und Module, die bei Ihnen aus sind, verschwinden samt ihrer Werkzeuge aus dem Prompt – geplant wird dann gar nicht erst, was die Schnittstelle ohnehin abweisen würde.
Erfundene Datensätze brechen den Plan ab
Die bekannteste Schwäche von Sprachmodellen ist die plausibel klingende Erfindung. Dagegen steht eine harte Schranke: Bevor ein Plan überhaupt angezeigt wird, löst der Server jede darin referenzierte Kennung gegen die Datenbank auf. Lässt sich eine nicht auflösen, gibt es keinen Plan – statt eines Vorschlags, der auf einem Phantom-Kunden arbeitet.
Der angenehme Nebeneffekt: Die Zeile „Betrifft: Mustermann GmbH" im Bestätigungsdialog kommt aus Ihrer Datenbank, nicht aus dem Modell. Sie bestätigen also, was tatsächlich passieren wird, und nicht, was das Modell darüber geschrieben hat.
Vorschläge dort, wo sonst getippt wird
Neben dem Kommandofeld sitzt die KI an zwei Stellen, an denen Fleißarbeit anfällt. Im Leistungsverzeichnis und im Angebot schlägt sie zu einem Kurztext einen Langtext vor – im Prüfdialog editierbar, deutlich als KI-Entwurf gekennzeichnet und mit einer Liste dessen, was das Modell als fehlende Angabe erkannt hat. Übernommen wird der Text nur ins Formularfeld, und nur auf Klick; Verwerfen hinterlässt keine Spur.
Zu einem frei erfassten Aufmaß schlägt sie außerdem passende LV-Positionen des Projekts vor, mit Konfidenz und Begründung. Damit dabei nichts erfunden werden kann, antwortet das Modell nur mit Nummern aus einer vorgelegten Kandidatenliste – eine Nummer außerhalb der Liste wird verworfen. Zugeordnet wird über denselben regulären Weg wie von Hand, und die Zuordnung von Hand bleibt jederzeit möglich.
Was bewusst ohne KI bleibt
Mengen, Preise und Abrechnung rechnet BauOffice deterministisch – dort hat ein Sprachmodell nichts verloren. Die Übermessung nach VOB/C, die GAEB-Ein- und -Ausgabe, die Kostengliederung nach DIN 276, die Prüfung eingehender E-Rechnungen und die Volumenermittlung aus Punktwolken laufen ohne KI und ohne OCR. Sie sind nachrechenbar, und zwei Läufe liefern dasselbe Ergebnis.
Ebenso wenig gibt es einen freien Chat über Ihren gesamten Datenbestand, eine automatische Symbol- oder Texterkennung im Bauplan, eine Bewertung von Bewerbungen oder irgendeine Form von Leistungskontrolle über Mitarbeiter. Das ist keine Lücke im Fahrplan, sondern eine festgehaltene Grenze aus unserem KI-Dossier.
Aus, bis Sie ihn einschalten
Die KI ist das einzige Modul in BauOffice, das nicht mitgeliefert aktiv ist: Sie ist bei jedem Betrieb standardmäßig aus und wird bewusst freigeschaltet – auch im Voll-Paket. Danach entscheidet die Rollenvergabe, wer sie benutzen darf, und unter Verwaltung → Betrieb setzen Sie eine monatliche Obergrenze an Anfragen. Der Verbrauch wird protokolliert: Modell, Anzahl, Dauer, Ausgang – ohne Inhalte und ohne Zuordnung zu einer Person.
An den Anbieter geht der Text Ihres Anliegens samt der gekappten Leseergebnisse, die zur Bearbeitung nötig sind – nicht mehr. Fotos und Dateien erreichen ihn nie: Übermittelt werden nur Dateiname, Typ und Größe, hochgeladen wird anschließend direkt aus Ihrem Browser in Ihren Speicher. Verlauf und Antworten werden nicht gespeichert. Welcher Anbieter und welches Modell zum Einsatz kommen, steht im Produkt an jedem Vorschlag und in der Datenschutzerklärung; ausgeführte Aktionen sind im Aktivitätsprotokoll als vom Assistenten ausgelöst erkennbar.
Häufige Fragen
Kann der Assistent etwas löschen, eine Rechnung festschreiben oder eine Zahlung buchen?
Nein, und das lässt sich nicht durch geschickte Formulierung umgehen. Löschen, Rechnungs-Festschreibung und -Stornierung, Zahlungen, Mahnwesen, Bauschriftverkehr sowie die Nutzer- und Rollenverwaltung stehen nicht in der Werkzeugliste – und was dort nicht steht, existiert für das Modell nicht. Angebote und Rechnungen kann es lesen, aber nicht schreiben; ein Test hält diese Grenze fest.
Was passiert, wenn das Modell einen Kunden oder ein Projekt erfindet?
Dann sehen Sie gar keinen Plan. Der Server löst vor der Vorlage jede referenzierte Kennung gegen die Datenbank auf; ist eine nicht auflösbar, bricht er ab. Bei Mehrdeutigkeit – etwa zwei ähnlichen Kundennamen – kommt statt einer Vermutung eine Rückfrage mit nummerierter Auswahl.
Welche Daten verlassen dabei das System?
Der Text Ihres Anliegens und die strukturierten Leseergebnisse, die zur Bearbeitung nötig sind – gekappt, nicht Ihr ganzer Datenbestand. Fotos und Dateien werden nie übertragen: Der Assistent bekommt nur Dateiname, Typ und Größe, der Upload läuft danach direkt aus dem Browser in Ihren Speicher. Prompts und Antworten werden weder gespeichert noch inhaltlich protokolliert. Anbieter und Modell sind im Produkt und in der Datenschutzerklärung benannt.
Ist die KI von Anfang an aktiv?
Nein. Das KI-Modul ist das einzige, das ausdrücklich eingeschaltet werden muss – bei Bestandsbetrieben wie bei Neuanlagen, auch im Voll-Paket. Ohne diese Freischaltung erscheint weder das Kommandofeld noch ein Vorschlags-Knopf, und die zugehörigen Schnittstellen antworten gar nicht erst.
Kann ich den Verbrauch begrenzen?
Ja. Unter Verwaltung → Betrieb setzen Sie eine monatliche Obergrenze an Anfragen (leer = unbegrenzt); geprüft wird sie zu Beginn einer Anfrage, nie mitten in einer laufenden Unterhaltung. Der Monatsstand ist dort einsehbar. Protokolliert werden Modell, Anzahl, Dauer und Ausgang – keine Inhalte, keine Personenzuordnung.
Rechnet die KI meine Mengen oder Preise?
Nein. Aufmaß, Übermessung nach VOB/C, GAEB, DIN 276 und die gesamte Abrechnung laufen deterministisch und sind nachrechenbar. Der Assistent kann kaufmännische Belege lesen, aber weder Mengen ermitteln noch Preise setzen.
Gibt es den Assistenten auch in der Feld-App?
Derzeit nicht – er sitzt im Dashboard der Web-Anwendung. Die Feld-App bleibt bewusst auf das ausgelegt, was mit Handschuhen und schlechtem Empfang zuverlässig funktioniert: erfassen, fotografieren, messen, offline weiterarbeiten.
Passend dazu
Bereit, Büro und Baustelle zu vereinen?
Kunden, Angebote, Projekte, Baustellen und Abrechnung an einem Ort – wir richten Ihren Zugang in der Pilotphase persönlich ein.
Keine Kreditkarte · Persönliche Einrichtung · Hosting in Deutschland