Skonto
Skonto ist ein prozentualer Preisnachlass, den ein Auftraggeber erhält, wenn er eine Rechnung innerhalb einer vereinbarten Frist bezahlt. Es dient als Anreiz für schnelle Zahlung und verbessert die Liquidität des Auftragnehmers.
Skonto in der Praxis des Handwerks
Skonto wird üblicherweise in der Rechnung ausgewiesen: z. B. "2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen". Wer als Auftragnehmer Skonto gewährt, akzeptiert, dass ein Teil des Rechnungsbetrags vom Auftraggeber abgezogen wird.
Für Handwerksbetriebe ist es wichtig, Skonto-Vereinbarungen klar zu formulieren und in der Buchhaltung korrekt zu behandeln, da der abgezogene Betrag umsatzsteuerlich relevant sein kann.
Buchhaltung und Umsatzsteuer
Aus umsatzsteuerlicher Sicht mindert ein gewährtes Skonto die Bemessungsgrundlage: Der Auftragnehmer muss nur auf den tatsächlich erhaltenen Betrag Umsatzsteuer abführen. Bei einem Skontoabzug durch den Auftraggeber entsteht für den Auftragnehmer eine Mindereinnahme, die in der Buchhaltung als Erlösschmälerung gebucht wird.
Klare Projekt- und Rechnungserfassung helfen, Skonto-Abzüge im Blick zu behalten und korrekt zuzuordnen.
Skonto vs. Rabatt und Nachlass
Skonto ist ein zahlungsbedingter Nachlass und von Rabatt (mengen- oder treuebasiert) und Nachlass (dauerhafter Preisabzug) zu unterscheiden. Im Bauhandwerk ist Skonto seltener als in anderen Branchen – die meisten VOB-Verträge sehen keine Skonto-Regelung vor, sofern nicht ausdrücklich vereinbart.
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