Leistungsverzeichnis (LV)
Das Leistungsverzeichnis (LV) ist eine strukturierte Aufstellung aller für ein Bauvorhaben erforderlichen Leistungen mit genauen Beschreibungen, Mengenansätzen und Einheiten. Es bildet die Grundlage für Angebote und die spätere Abrechnung.
Aufbau und Inhalt des Leistungsverzeichnisses
Ein LV gliedert sich in Leistungspositionen, die jeweils enthalten: Positionsnummer, Kurz- und Langtext der Leistungsbeschreibung, Mengenansatz und Einheit (z. B. m², lfm, Stück), Einheitspreis (vom Bieter einzutragen) und Gesamtpreis.
Bei öffentlichen Ausschreibungen werden LV nach GAEB-Standard erstellt, der eine elektronische Verarbeitung ermöglicht.
Bedeutung für Angebot und Abrechnung
Das LV ist die verbindliche Grundlage für das Angebot: Der Handwerksbetrieb füllt Einheitspreise ein, die zusammen mit den Mengenansätzen den Angebotspreis ergeben. Bei der Abrechnung werden die tatsächlich erbrachten Mengen (Aufmaß) mit den LV-Positionen verknüpft.
Abweichungen zwischen LV-Mengen und tatsächlichem Aufmaß können Nachträge begründen.
LV und digitale Werkzeuge
Moderne Handwerkersoftware unterstützt die Erstellung und Verwaltung von Leistungsverzeichnissen. Betriebe, die mit GU oder öffentlichen Auftraggebern arbeiten, erhalten LV häufig in GAEB-Format und benötigen Software, die dieses Format importieren kann. Für die operative Projektsteuerung ist es wichtig, LV-Positionen mit dem tatsächlichen Leistungsfortschritt zu verknüpfen.
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