Aufmaß
Das Aufmaß ist die messtechnische Ermittlung der tatsächlich erbrachten Bauleistung am Objekt. Es bildet die Grundlage für die Abrechnung und muss nachvollziehbar und prüfbar dokumentiert sein.
Was gehört zum Aufmaß?
Beim Aufmaß werden Flächen, Längen, Kubaturen oder Stückzahlen vor Ort gemessen und aufgezeichnet. Die Messergebnisse werden in Aufmaßblättern oder digitalen Formularen festgehalten und bilden die Grundlage für die Rechnungsstellung.
Bei VOB-Verträgen gilt: Abgerechnet wird, was tatsächlich ausgeführt wurde – nicht, was geplant war. Das korrekte Aufmaß schützt vor Unter- wie Überzahlung.
Aufmaß und Abrechnung im Handwerksbetrieb
Ein sauber dokumentiertes Aufmaß ist bei strittigen Rechnungen oder Nachtragsverhandlungen entscheidend. Es sollte immer im Beisein oder mit Kenntnis des Auftraggebers erstellt werden. Fotos und datierte Aufzeichnungen – z. B. im Bautagebuch – ergänzen das Aufmaß und sichern die Beweislage.
Digitale Lösungen helfen, Aufmaßdaten direkt auf der Baustelle zu erfassen, mit Fotos zu verknüpfen und im Projektkontext abzuspeichern.
Häufige Fehler beim Aufmaß
Zu den häufigsten Fehlerquellen zählen: fehlende oder zu späte Dokumentation bereits verdeckter Leistungen (z. B. Dämmung unter Putz), unklare Abgrenzung von Einheitspreispositionen und fehlende Gegenzeichnung durch den Auftraggeber. Praxistipp: Aufmaße immer zeitnah nach Leistungserbringung erstellen und archivieren.
Passend dazu
Bereit, Büro und Baustelle zu vereinen?
Kunden, Angebote, Projekte, Baustellen und Abrechnung an einem Ort – wir richten Ihren Zugang in der Pilotphase persönlich ein.
Keine Kreditkarte · Persönliche Einrichtung · Hosting in Deutschland