Regiebericht
Der Regiebericht (auch Regieschein) ist ein Nachweis über geleistete Arbeitsstunden, eingesetztes Material und verwendete Geräte bei Regiearbeiten. Er dient als Grundlage für die Abrechnung nach tatsächlichem Aufwand.
Wann wird der Regiebericht eingesetzt?
Regiearbeiten werden abgerechnet, wenn kein fester Einheitspreis vereinbart ist, der Leistungsumfang im Voraus nicht bestimmt werden kann oder Zusatzleistungen außerhalb des ursprünglichen Auftrags anfallen. Typische Fälle: unvorhergesehene Mehrarbeiten, Umplanungen auf der Baustelle, kleinere Nachträge.
Der Regiebericht hält täglich Arbeitsstunden pro Mitarbeiter, Material und Geräte fest und wird vom Auftraggeber oder einem Bevollmächtigten gegengezeichnet.
Inhalt eines vollständigen Regieberichts
Ein rechtssicherer Regiebericht enthält: Datum und Baustelle, Namen der eingesetzten Mitarbeiter, geleistete Stunden je Person, eingesetztes Material mit Mengenangaben, verwendete Geräte und Maschinen sowie die Unterschrift des Auftraggebers oder seines Vertreters.
Fehlt die Gegenzeichnung, kann der Bericht im Streitfall angefochten werden. Deshalb sollte die Unterschrift vor Ort eingeholt werden.
Digitale Regieberichte und Bautagebuch
Digitale Lösungen ermöglichen die tagesaktuelle Erfassung von Regieberichten direkt auf der Baustelle. Verknüpft mit dem Bautagebuch und dem Aktivitätsprotokoll entsteht eine lückenlose, manipulationssichere Dokumentation, die bei Streitigkeiten als Nachweis dient.
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